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Muay Thai

Kampfkünste

MUAY THAI

Mo und Mi: 20.15 - 22.00 Uhr


Trainer: Lars Erdmann

Was Sie für das Muay Thai Training bei uns brauchen finden Sie hier...

Probetraining?

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Der uns heute wohlbekannte Sport Muay Thai gilt in Thailand als Kulturgut, reichhaltig an Tradition, Spiritualität und historischer Eigenart.
Das Muay Thai ist dem Kickboxen ähnlich, wenn gleich noch effektiver. Im Muay Thai sind zusätzlich zu den Tritten und Fausttechniken auch noch Ellbogen und Kniestöße erlaubt, dies macht das Muay Thai besonders im Nahkampf sehr effektiv.Aus diesem Grund gilt Muay Thai seit Hunderten von Jahren bis heute als eine der härtesten Kampfsportarten überhaupt.

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Doch das Entscheidende ist die Trainingsmethode: Schlag-und Trittkombinationen werden in Verbindung mit konditionellen Elementen trainiert.Verletzungsfreies Training steht bei uns absolut im Vordergrund, denn es geht vor allem um das Verinnerlichen und das korrekte Ausführen von Bewegungsabläufen.


History:
Das Volk der Thai hat seine Wurzeln im Südwesten Chinas. Ab dem 9 Jhdt. begann man, gruppenweise in das Gebiet des heutigen Nordwest-Thailandes umzusiedeln. Bereits aus dieser Periode, die erst im 13 Jhdt. endet, gibt es Überlieferungen von Weisheiten, Anleitungen und Ausbildungen, die auf Vorformen des heutigen Sports schließen lassen.

Als die im neuen Siedlungsgebiet ansässigen Khmer vertrieben sind, entwickelt sich mit der Inthronisierung des sagenumwobenen Herrschers Indratita (1238) das erste Thai - Großreich, dessen Grenzen ungefähr mit denen des heutigen Thailand kongruent sind. Besondere Bedeutung widerfährt dem Muay Thai während der expansionistischen Phase (ab 1282) unter Khameng, da dieser dritte König aktiv Muay Thai Meister versammelt, um Soldaten ausbilden zu lassen.



Ab 1350 setzt eine Phase der ständigen Bedrohung durch Birma im Westen ein, der man sich bis 1569 widersetzen kann. Muay Thai Kämpfer, Soldaten des Königs, gehen daraufhin in den Untergrund. Sie helfen später dem aus der Haft entflohenen thailändischen Prinzen Narasuen dem Großen, einen Guerillakampf zu organisieren und schließlich zu gewinnen. 1590 wird Thailand wieder unabhängig.

Muay Thai wird zu einer Art Staatsdisziplin, Könige lernen es, um in Herausforderungen gegen Rivalen in Zweikämpfen bestehen zu können.1767 wird Thailand noch einmal durch Birmesen erobert und die damalige Hauptstadt Ayuthaya vollständig niedergebrannt. Dabei werden auch die meisten Aufzeichnungen über das Muay Thai, vielleicht sogar wissentlich, durch die Eroberer zerstört.

Trotzdem erweist es sich als Methode, gegen die Invasoren zu kämpfen. Es ist zu diesem Zeitpunkt längst fest in Kultur, Legende und Sozialwesen verankert und zu einem Teil der thailändischen Identität geworden.Wo und wann immer es möglich ist, gilt Muay Thai auch in Schulen als vormilitärische Ausbildung. Die Thai, welche in ihrer vorkolonialen Geschichte ständig um ihre Unabhängigkeit fürchten mussten, nutzen die partikularen Überlieferungen auf erstaunliche Weise, um ihr Volk in- und außerhalb der Städte für den Kampf gegen Besatzer zu konditionieren.

Ein solch hoher Nutzen setzt allerdings auch Härte und Kompromisslosigkeit voraus: Gekämpft wird in dieser Zeit ohne Gewichtsklassen, zeitlich limitierte Runden, Regeln oder Schutzausrüstung. Turniere werden auf Leben und Tod ausgetragen, lediglich die Hände sind mit Baumwolle bandagiert.Während der Kolonialzeit erweist sich der Sport als Ehrfurcht einflössend, er gelangt hier zum ersten Mal in Kontakt mit "westlichen" Stilen.

Allerdings verliert er im Sinne kriegerischen Potentials auch an Bedeutung, da für Auseinandersetzungen in großem Maßstab Feuerwaffen oberste Priorität erlangen. Im 1. Weltkrieg kämpfen Thailänder in Kolonialkontingenten in Europa, wo sie mit Muay Thai Aufsehen erregen und europäische Truppenführer zu Darbietungen einladen. In Thailand verbinden sich derweil zwei Kräfte, die zum sportlichen Durchbruch des Muay Thai führen sollen - Kaufmänner und Offiziere. 1921 wird erstmals ein Ring in Bangkok gebaut (man kämpfte bisher auf sandigen Dorfplätzen).

Im selben Jahr finden in ihm Kämpfe statt, an denen auch indische, chinesische und burmesische Kämpfer teilnehmen. Sie alle unterliegen den Thaiboxern. Als 2 Monate später ein berühmter chinesischer Kung-Fu Meister aus der Kwantung-Provinz deklassiert und schwer verletzt wird, werden Boxhandschuhe und feste Zeitlimits eingeführt.1934 wird mit dem Bau des berühmten Salam Muay Suan Chao Ched Stadions begonnen, unter Aufsicht der Armee.Zwischen 1945 und 1951 entwickelt sich das erste "reinrassige" Thaibox - Stadion, das Rajadammern, zum Mittelpunkt der Verwandlung einer Kampfkunst in einen Kampfsport.

Hier unterliegen 1958 Japanische Karateka und ein philippinischer Boxer. 1962, ´72, ´73 und ´74 werden Kämpfer anderer Stile in aufsehenerregenden Kämpfen besiegt, meistens in der 1. Runde. Es gelingen zwar vereinzelte Punktsiege, doch keine Knockouts. Im März 1977 kämpfen in Los Angeles 2 Boxer gegen 2 Thaiboxer, wobei letztere keine Ellbogen, Knie - oder Clinchtechniken einsetzen dürfen. Zudem müssen sie ungewohnt über 9 Runden kämpfen.

Trotzdem gehen ihre Kontrahenten vorzeitig zu Boden.Der "moderne" Sport Muay Thai erhält nach dem 2. Weltkrieg feste Wettkampfregeln, die ihn unter anderem als reinen Vollkontaktsport definieren. Es entstehen eine Vielzahl an Verbänden, die stets uneins sind. Dies findet erst mit der Gründung des "World Muay Thai Council" (WMTC) durch die thailändische Regierung im Jahre 1995 ein Ende.

Dieser Organisation unterstehen heute alle Verbände; Verbote und Zulassungen sind allein durch sie rechtsgültig.Der erste offizielle Titelkampf wurde 1995 ausgetragen. Die Kämpfer in den Stadien des Landes entstammen zum größten Teil armen Familien. Muay Thai ist heute ein karitative Form des Volkssportes, da Jugendliche und junge Männer oft erst durch ihn die Möglichkeit erhalten, ihre Familien im Kampf gegen Armut und Hunger zu unterstützen.

Aus den Stadien steigen die Besten unter ihnen in Camps auf, wo sie für Ranglistenkämpfe auf Provinzebene weiter geschult werden. Höchstes Ziel sind die Börsenkämpfe in Bangkok, die allerdings ein Leben zugrunde legen, das auf unglaublich hartem Training, sechs Stunden täglich, basiert.International nahm besonders die vierte Weltmeisterschaft im Jahre 1999 jeden Zweifel am Durchbruch des Sportes:

Fast 70 Nationen nahmen teil. Muay Thai hatte sich damit endgültig, auch historisch gesehen, von der militärischen Technik zum Wettkampfsport entwickelt.


- Wenn man in Gelsenkirchen von Kampfkunst spricht, spricht man von THE BASE - | the-base@gmx.de

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